Die besten Pflegetipps für volles und natürlich schönes Haar

Viele Menschen kennen dieses Bild leider nur allzu gut: Täglich finden sich unzählige ausgefallene Haare auf dem Kopfkissen, im Kamm oder in der Dusche. Wer glücklicherweise von Haarausfall verschont bleibt, sieht sich dagegen oft genug mit anderen Haarproblemen, wie Schuppen, stumpf und kraftlos wirkendem Haar oder strohigen Spitzen, konfrontiert. Dabei benötigt schönes Haar nicht viel: eine milde Wäsche, einen regelmäßigen Schnitt und einen sinnvollen Umgang mit Haarpflege-Produkten. Im Folgenden haben wir für Sie zehn hilfreiche Pflegetipps zusammengestellt, mit deren Hilfe Sie einen wertvollen Beitrag für die Gesundheit Ihrer Haare leisten können.

  1. Chemische Färbemittel vermeiden
    Mal Schwarz, mal Blond, mal Braun – nahezu jede siebte Frau in Deutschland färbt sich regelmäßig die Haare. Bedauerlicherweise geschieht dies zumeist unter massivem Einsatz von chemischen, teils hochaggressiven Stoffen, welche nach häufigem Gebrauch Ekzeme und Allergien auslösen können. Doch das ist bei Weitem noch nicht alles: Chemische Haarfärbemittel schädigen nach längerer Benutzung nachhaltig die Struktur des Haares. Wer dennoch öfter mal seinen Haaren eine neue Farbe verleihen will, sollte stattdessen auf natürliche Haarfärbemittel (z.B. auf Basis von Henna) setzen. Diese erzielen mittlerweile sehr gute und haltbare Ergebnisse und haben darüber hinaus noch eine pflegende Wirkung.


  2. Schonendes Styling
    Besonders Frauen neigen dazu, ihr Haar zu häufig zu waschen oder es durch übermäßiges Bürsten oder durch Lockenstäbe und Glätteisen unnötig zu strapazieren. Dies führt dazu, dass das Haar vor allem im nassen Zustand abbricht oder ausgerissen wird. Demzufolge sollten Sie Ihrem Haar öfters einmal eine Waschpause zugestehen und Ihre Haare bevorzugt im trockenen Zustand föhnen oder glätten.


  3. Auf die Bürste kommt es an
    Besonders wenn Sie langes Haar haben, sollte Sie dieses bevorzugt mit einer Wildschweinborstenbürste oder einem Kamm aus Holz kämmen. Dagegen können Haarbürsten aus Draht die Haarstruktur nachhaltig schädigen und sogar die Splissbildung fördern. Anders die Wildschweinborstenbürste: Aufgrund ihrer Ähnlichkeit mit dem menschlichen Haar fördert sie die natürliche Talgverteilung auf der Kopfhaut, wodurch das Haar in der Folge deutlich glänzender erscheint. Gleichzeitig sorgen die Naturborsten für einen angenehmen Massageeffekt auf der Kopfhaut und verbessern so die Durchblutung der Haarwurzeln.


  4. Shampoo ist nicht gleich Shampoo
    Zweifellos sorgen viele handelsübliche Shampoos dafür, dass unser Haar nach den ersten Anwendungen sichtbar weicher und glänzender erscheint. Auf lange Sicht schädigen sie jedoch das Haar von innen heraus. Dies hängt besonders mit dem oftmals zu hohen Parfüm- oder Silikon-Anteil der Produkte zusammen. So schützt das Silikon auf den ersten Blick das Haar, indem es sich wie ein schützender Mantel um dieses legt, aber die Kehrseite der Medaille ist, dass dadurch bedingt das Haar nicht mehr adäquat mit Feuchtigkeit versorgt werden kann. Die unliebsame Folge können eine vermehrte Splissbildung und Haarbruch sein. Insofern lohnt es sich beim Kauf von Shampoos auch immer einen genauen Blick auf die Zusammensetzung richten: Hier sollte unter den Inhaltsstoffen grundsätzlich Wasser an erster Stelle stehen, während Parfüme und Silikone eher weiter hinten aufgelistet sein sollten.


  5. Die richtige Frisur für Tag und Nacht
    Wer lange Haare hat, kennt das Bild einer zerwühlte Löwenmähne nach dem Aufstehen. Für das Haar bedeutet die berühmte „Sturmfrisur“ allerdings eine Tortur. Stattdessen ist es für Menschen mit langen Haaren ratsam, sich vor dem Zubettgehen einen lockeren Zopf zu flechten. Dadurch kann verhindert werden, dass die Haare bedingt durch die Reibung zwischen Kopf und Kissen verfilzen und so unnötig strapaziert werden. Auch tagsüber sollte langes Haar nicht zu häufig offen, sondern besser hochgesteckt getragen werden, da der Kontakt zu Schulter, Rucksack- und Taschenriemen Spliss verursachen kann.


  6. Haarwäsche mit Fingerspitzengefühl
    Haarewaschen erscheint vielen als Kinderspiel, ist aber streng genommen eine Angelegenheit, die viel Fingerspitzengefühl benötigt: So sollte einerseits darauf geachtet werden, dass man für eine Haarwäsche höchstens eine Haselnussgroße Menge Shampoo verwendet. Andererseits ist es besonders wichtig, das Shampoo in die Kopfhaut und den Haaransatz, aber nicht in die Haare selbst, einzumassieren. Daneben sollte auf 2-in-1-Produkte (Shampoo und Conditioner) lieber verzichtet werden, da diese das Haar unnötig schwer machen.


  7. Nasse Haare vermeiden
    Feuchte Haare sind in ihrer Struktur empfindlicher als trockenes Haar und bedeuten aufgrund ihres höheren Gewichts eine Belastung für die Haarwurzeln. Aus diesem Grund sollte man Haare in nassem Zustand nicht unnötig mit einem Kamm strapazieren, da sonst Haarbruch drohen kann. Aus den genannten Gründen sollten Sie Ihr Haar vor dem Verlassen des Hauses immer trocknen oder draußen eine Mütze tragen.


  8. Die richtige Föhntechnik anwenden
    Wenn Sie mit dem Haartrockner die Haare über Kopf trocken föhnen und diese gleichzeitig mit den Händen durchkneten, können Sie für ein deutlich voluminöseres Aussehen ihrer Haare sorgen. Diese Methode eignet sich dabei besonders gut für Menschen mit dünnem oder sehr feinem Haar. Unabhängig davon ist es generell besser auf einen Föhn gänzlich zu verzichten und die Haare an der Luft trocknen zu lassen. Zu heißes Föhnen stellt eine unnötige Belastung für Haar und Kopfhaut dar. Wer dennoch auf seinen Föhn nicht verzichten möchte, sollte diesen lieber eine Stufe niedriger schalten und beim Trocknen der Haare einen Abstand von mindestens 30 cm zur Kopfhaut wahren.


  9. Bier ist gut fürs Haar
    Wer heutzutage das Wort „Bierdusche“ hört, denkt in erster Linie an ausschweifende Meisterfeiern und weniger an das Thema Haarpflege. Dabei ist Bier durchaus gut für unser Haar. Massiert man es ins Haar ein und lässt es dort anschließend eine halbe Stunde wirken, wird zum einen das Austrocknen der Kopfhaut verhindert und zum anderen das Haar nachhaltig gekräftigt. Einzig zu beachten ist, dass das Bier anschließend wieder gründlich ausgewaschen werden sollte, da sonst die Haare verkleben können.


  10. Haarkur mit Olivenöl
    Noch wertvoller als Bier ist Olivenöl für unser Haar. Gerade trockenem Haar verleiht es ein wertvolles Plus an Feuchtigkeit und beugt auf diese Weise effektiv Haarbruch und Spliss vor. Dazu sollte man – am besten unmittelbar nach der Haarwäsche – zirka 5 Teelöffel Olivenöl leicht erwärmen und diese in die Haarspitzen einmassieren. Dort sollte das Öl rund eine halbe Stunde einwirken und danach mit lauwarmem Wasser wieder ausgespült werden.